Interaktive Landkarten
Flandern, wie wir es heute kennen, erhielt seine Form erst im 19. Jahrhundert im Rahmen des modernen Belgiens. Vorher verwies der Name auf die alte Grafschaft, die etwa die heutigen belgischen Provinzen Ost- und Westflandern sowie Seeländisch Flandern und Französisch-Flandern umfasste. Was wir heute Flandern nennen, war früher jedoch ein buntes Ganzes aus Gebieten, die frei und eigenständig existierten, bis sie Teil umfassenderer politischer Verbände, wie den burgundischen, den spanischen oder den österreichischen Niederlanden, ausmachten; das Gebiet der heutigen Provinz Limburg war Teil des Fürstbistums Lüttich. Die Sprachgrenze, die heute das „Gewest“ (politische Region) Flandern abgrenzt, hatte lange Zeit kaum politische Bedeutung. Und die Sprache wurde erst im 19. Jahrhundert ein wichtiger nationenbildender Faktor in Europa.
Für diesen Kanon wurden 20 historische Karten von der Kommission „Kanon von Flandern“ und Hans Blomme vom Ghent Centre for Digital Humanities entworfen. Bei manchen Fenstern werden diese Karten genannt. 16 Karten wurden in der untenstehenden Animation aufgenommen. Hier finden Sie die dafür verwendeten Quellen.